BASF Tutorenmodell

In der BASF beschlossen die Arbeitnehmervertretung (Betriebsrat), der Arbeitgeber (Personalwesen), der Werksärzt¬lichen Dienst und die Sozialberatung 2004 mit der Neuauflage der Betriebsvereinbarung Nr. 85 gemeinsam Drogenscreenings bei der Einstellung von Auszubildenden, sowie bei der Übernahme beziehungsweise Einstellung von Ausgebildeten in das Unternehmen. Einhellig bestand jedoch die Überzeugung, dass Drogenscreenings alleine keine geeignete Maßnahme darstellen, die Auszubildenden der BASF vor Suchtmittelproblemen »zu schützen«. Somit wurde die Sozialberatung beauftragt ein Suchtpräventionsmodell für die Ausbildung der BASF zu entwickeln.

Mit der Sozialstiftung der BASF entwickelten wir ein Tutorensystem für Auszubildende. Bestandteile dieses Projektes war ein Curriculum für die Ausbildung der Tutoren, ein Workshop »Grundwissen Drogen« mit Ablaufplan und Arbeitsmaterialien sowie ein Tutorenmanual zur Unterstützung der Tutoren. Die Fachkräfte der BASF wurden beraten und die Manuale als druckfertige Vorlagen zur Verfügung gestellt. Mittlerweile sind über 100 Tutoren ausgebildet worden. Jeder Auszubildende der BASF eines Ausbildungsjahrgangs kommt mit dem Thema Suchtmittelprävention in Berührung, sei es durch die Wahlen zum Tutor, die Workshops der Tutoren oder die Präsenz der Tutoren im Ausbildungsalltag. In einem nächsten Schritt wird von der GK Quest Akademie ein zweiter Workshop zum Thema »Exzessiver Medienkonsum« entworfen.

Gemeinsam mit der BASF Sozialstiftung haben wir ein Seminar für mittlere und große Unternehmen zur Übernahme dieses Konzeptes entwickelt.


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